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30.08.2009

Neuer Heizspiegel für Hamburg veröffentlicht

Heizkosten steigen obwohl der Energieverbrauch sinkt/nur jedes zehnte Mehrfamilienhaus in Hamburg wärmegedämmt.

Trotz sinkenden Verbrauchs müssen die Hamburger für ihre Heizkosten tief in die Taschen greifen. 970 € kostete eine ölbeheizte 70-Quadratmeter-Wohnung durchschnittlich im vergangenen Jahr. Mieter mit Erdgasheizung zahlten 800 €, die Heizkosten für Fernwärme betrugen 780 €. Das geht aus dem Heizspiegel Hamburg 2009 hervor, den der Mieterverein zu Hamburg gemeinsam mit der gemeinnützigen co2online GmbH veröffentlicht. Der Heizspiegel liefert Vergleichswerte zu Heizenergieverbrauch, Heizkosten und CO2-Emissionen für das Abrechnungsjahr 2008, getrennt nach den Energieträgern Erdgas, Heizöl und 2.730 Gebäudedaten wurden dafür ausgewertet. Den Heizspiegel Hamburg 2009 finden Sie ab Montag, den 31.08.09, im Internet unter www.mieterverein-hamburg.de

Im Vergleich zu dem zuletzt 2004 veröffentlichten Heizspiegel haben die Hamburger im Abrechnungszeitraum 2008 15 Prozent weniger Heizenergie verbraucht. „Der vergangene Winter war wärmer als der Vergleichszeitraum vor fünf Jahren. Die restliche Differenz geht auf Gebäudesanierungen und sparsameres Heizverhalten der Hamburger zurück“, erklärt Siegmund Chychla, stellvertretender Vorsitzender des Mietervereins zu Hamburg. Trotz des rückläufigen Verbrauchs sind die Heizkosten im Vergleich zu 2004 gestiegen – um 58 Prozent bei Heizöl, 35 Prozent bei Erdgas und 10 Prozent bei Fernwärme. Die gestiegenen Energiepreise und Heiznebenkosten sind der Grund dafür.

In vielen Wohnhäusern der Hansestadt besteht ein enormes Sparpotenzial. Derzeit ist nur jedes zehnte Mehrfamilienhaus wärmegedämmt. In rund der Hälfte der Gebäude sorgt noch ein alter, ineffizienter Heizungskessel für warme Heizkörper. Würden diese Sanierungsmaßnahmen kombiniert umgesetzt, würde sich der Heizenergiebedarf mehr als halbieren“, sagt Stefanie Jank, Projektleiterin der Heizspiegelkampagne.

Mieter sollten Heizkostenabrechnungen nie ungeprüft akzeptieren“, so Chychla. „Der aktuelle Heizspiegel ermöglicht jedem eine Überprüfung der eigenen Heizkosten und kann zum kostenlosen Heizcheck genutzt werden.

Der Heizspiegel Hamburg umfasst neben einem kostenlosen Faltblatt und einem Energiespar-Ratgeber im Internet auch einen schriftlichen Heizgutachten-Service vom Fachmann. Das Gutachten zeigt, wo und in welchem Umfang Sanierungspotenzial besteht beziehungsweise ob die zuletzt gezahlten Heizkosten im Schnitt lagen.

Innerhalb weniger Wochen erstellt co2online die Auswertung mit Empfehlungen für die nächsten Schritte. Mieter erhalten zudem eine fachliche Stellungnahme, mit der sie ihre Vermieter über das Ergebnis der Heizkostenanalyse informieren können. Eine Nutzerbefragung hat ergeben, dassmehr als 70 Prozent der Mieter das Heizgutachten an ihre Vermieter weiterleiten. Jeder Vierte reagiert darauf hin mit mindestens einer wärmetechnischen Modernisierungsmaßnahme.

Der Heizspiegel Hamburg wird von co2online in Kooperation mit dem Mieterverein zu Hamburg herausgegeben. Er ist einer von 45 kommunalen Heizspiegeln, die im Rahmen der vom Bundesumweltministerium geförderten Heizspiegelkampagne veröffentlicht werden. Mehr als 12.000 Hamburger nutzten bereits den Energiespar-Ratgeber „HeizCheck“ auf den Internetseiten des Mietervereins zu Hamburg rund 600 kostenlose Heizgutachten wurden währenddes ersten Hamburger Heizspiegels bestellt. Nun ist dieser kostenlose Service wieder bis 31.12.2010 verfügbar.

Der Heizspiegel Hamburg ist in Broschürenform in der Beratungsstelle des Mietervereins zu Hamburg, Beim Strohhause 20, 20 097 Hamburg und als Download unter www.mieterverein-hamburg.de kostenlos erhältlich.

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